Lange Wimpern sind seit tausenden von Jahren ein Schönheitsmerkmal

Lange Wimpern sind seit tausenden von Jahren ein Schönheitsmerkmal

Lange Wimpern – ein Schönheitsmerkmal

Schon bei den alten Griechen und im römischen Imperium waren lange Wimpern ein Schönheitsmerkmal. Dies geriet aber lange Zeit in Vergessenheit.

Erst im viktorianischen Zeitalter finden sich wieder Schönheitstipps, die zeigen, wie Wimpern länger wachsen können. Das viktorianische Ideal war immer bestrebt, die natürliche Schönheit zu fördern, anstatt auf künstliche Lösungen zurückzugreifen.

Hier stellte ein gewisser James D. McCabe fest dass Wimpern länger wachsen werden, wenn mit einer Schere deren Spitzen regelmäßig abschneidet. Es folgten zahlreiche weitere Bücher rund um die weibliche Schönheit, die sich mit diesem Thema beschäftigten.

In vielen wurde beschrieben, wie das Trimmen von Wimpern gemeinsam mit der Pflege mit einer Trikogene Pomade das Wachstum der Wimpern fördere.

Solch eine Trikogene Pomade, der man grundsätzlich Haar verlängernde Wirkung zusprach, war nach heutiger Sicht ein ziemlich giftiges Gebrau.

Die damals angewandte Mischung aus Nervengift, Kalbsfett, Nussbutter führte nicht selten zu gesundheitlichen Schäden Hier war das Rezept von Countess C weit harmloser. Sie Schwur auf eine Mischung aus Wasser und Walnussblättern, mit denen die Wimpern gewaschen wurden.

Im Jahr 1882 wurde erstmals eine Methode erwähnt, mit der man falsche Wimpern bringen konnte.

Schon damals galt der Spruch: „Schönheit muss Leiden“.

Die modebewusste Pariserin stachen sich zu dieser Zeit tatsächlich mit einer feine Nadel mit dunklem Haar durch die Haut des Augenlids und bildete damit lange Schleifen. Dies überaus schmerzhafte Prozedur wurde damals ohne Betäubungsmitte durchgeführt. Zur Linderung der Schmerzen würde lediglich etwas  Kokain genommen. Das Ergebnis dieser Tortour umrahmte ein herrlicher dunkler Pony die Augen der Dame. Da ist die jetzt Durchgeführte Wimpernverlängerung mit Wimpernkleber doch weit angenehmer.

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Die ersten künstlichen Wimpern

Im Jaht 1902 wurden erstmals die modernen künstlichen Wimpern erwähnt. Sie wurden in diesem Jahr vom deutschen Haarspezialisten und Erfinder Karl Ludwig Nessler patentiert. Bereits ein Jahr später verkaufte er in seinem Salon in London solche künstliche Wimpern . Sie waren aus echtem und wurden an einer Haut aus Fischschwimmblasen befestigt. Solche Streifenwimpern wurden auch als Nestolashes bezeichnet. Es gab sie in Braun, Dunkelbraun und Schwarz. Interessant ist, dass Ludwig Nessler auch als der Erfinder der Dauerwelle gilt.

Im Jahr 1911 patenierte die Kanadierin Anna Taylor die aufklebbaren Bandwimpern.

Falsche Wimpern wurden in den Zwischenkriegsjahren in Europa und den USA populär. Max Factor, ein polnischer Kosmetikunternehmer, gründete zu diesem Zeitpunkt die Firma Max Factor & Company.  So konnten Frauen den Vorbildern aus Hollywood wie etwa Greta Garbor nacheifern.

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Semi-permanente Wimpern

Im Jahr 2008 begann ein koreanisches Unternehmen mit der Herstellung von Produkten, die dort als semi-permanente Wimpern populär wurden. Deren Verfahren zur Herstellung von Wimpernverlängerungen wurden von ähnlichen Unternehmen übernommen, vor allem in den Nachbarländern einschließlich China und Japan.

Heute sind künstliche Wimpern nahezu gewichtslos. Sie werden einzeln mit Hilfe eines wasserfesten Wimpernkleber auf die natürliche Wimpern aufgebracht. Sie berühren das Lid nicht und wirken, als ob sie eine eigene Haarwurzel haben. Dabei werden die natüröichen Wimpern nicht beschädigt.

Die modernen künstlichen Wimpern sehen natürlich aus.

Sie sind länger und dicker. Sie halten viele Wochen und sie sind auch angenehmer zu tragen. Es ist ein natürlicher Vorgang, dass jeden Tag Wimpern ausfallen. Dadurch wird der Wimpernkranz von Woche zu Woche etwas dünner. Es sollte deshalb alle 2 bis 3 Wochen eine Nachfüllung oder alle vier Wochen ein Teilersatz vorgenommen werden.

Die optimale Lebensdauer einer solch einen Wimpernverlängerung beträgt etwa 6 bis 8 Wochen.

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